Tach Zusammen!

 

Vor gefühlten hundert Jahren habe ich unseren Virtualization Manager (VMan) vorgestellt. Seitdem hat sich einiges geändert.

Nein, ich rede nicht von der Erfindung des Mobiltelefons was schon ungefähr 250 Jahre her sein muss, wenn ich auf den Stapel Rechnungen schaue.

Tatsächlich gab es bei unserem VMan eine Metamorphose im wahrsten Sinne des Wortes.

Kurz zur Erinnerung:
VMan war ursprünglich eine virtuelle Appliance und sah so aus:

Nach und nach wurden Features von der Appliance in die Orion® Plattform geschoben und das ganze Ding wurde im Laufe von Jahren mehr und mehr integriert.

- Im September 2017 haben wir Version 8.0 veröffentlicht mit der Option auswählen zu können, ob das Polling von der Appliance oder vom Orion Server durchgeführt werden soll.

- Im Dezember mit Version 8.1 wurde mit Capacity Planning das letzte exklusive Feature von der Appliance zu Orion migriert, was die Appliance dadurch nicht nur optional, sondern obsolet gemacht hat.

- Im März 2018 schliesslich Version 8.2 mit einem verbesserten Wizard um virtuelle Infrastruktur zu Orion hinzuzufügen.

 

Die Installation des VMans ist jetzt wie bei jedem anderen Orion Produkt und demnach etwa so simpel wie eine Tasse Kaffee herzustellen:

 

Okay nach der Installation bzw dem Trinken dieses Kaffeepuddings müssen wir Zeug in Orion hineinbekommen. Dazu gibt es verschiedene Methoden, z.B. in den Settings um direkt einmal den neuen Wizard auszuprobieren:

Ich bin so aufgeregt, weil der auch für mich neu ist!

Ich kann auswählen:

 

Ich bin vor ein paar Monaten umgestiegen auf Hyper-V™ und gehe einen Schritt weiter:

 

 

Ich bekomme eine ganze Menge Zeugs angezeigt:

 

 

Und füge einfach alles hinzu:

 

Im Prinzip muss man jetzt warten bis genug Daten gesammelt haben.
Aber ich habe hier etwas geschummelt und die Daten sind alle da.

 

Also legen wir los. Ein guter Startpunkt ist immer die Zusammenfassung:

 

Die Daten links habt ihr vielleicht auch schon einmal vom NPM oder SAM allein gesehen:

 

Andere Dinge kommen jetzt neu dazu wie zum Beispiel diese wirklich hervorragende Nachricht:

 

Wer meine Posts verfolgt weiss, dass das jetzt üblicherweise ein Grund wäre um entweder eine Tasse Kaffee zu trinken, einen Wein zu öffnen oder ein Schnitzel zu essen.

Auf der Suche nach irgendwas bin ich hier im Büro in die Küche gegangen und sehe das hier:

 

Ich werde euch nicht mitteilen, für was ich mich entschieden habe.

 

Also weiter.
Ich klicke auf einen Host und sehe wieder bekannte Datensätze:

 

Aber guckt mal links dort sind jetzt zwei neue Reiter dazu gekommen, Storage und Virtualization Summary:

 

 

Storage gibt mir Latenz und IOPS für sowohl die Datastores als auch die VMs:

 

Aufgepasst: Bei Hyper-V gibt es leider keine VM Latenz:
https://support.solarwinds.com/Success_Center/Virtualization_Manager_(VMAN)/Hyper-V_virtual_machine_latency_shows_as_zero

 

Ich klicke auf eine VM, diesmal wähle ich den Reiter Virtualization Summary und plötzlich wird es richtig interessant.

Links stehen mir Aktionen zur Verfügung:

 

Ihr könnt ruhig ein bisschen Herumklicken – es kommt immer noch eine Sicherheitsabfrage bevor tatsächlich was passiert.

Rechts, unter den Tachos, ist ein Element das ihr lieben lernen werdet:

 

Es werden vergleichende Werte für die VM und den Host angezeigt. Prima, um einmal über den Tellerrand hinaus schauen zu können.

Übrigens ist das eine gute Stelle um einmal in unseren Performance Analyser zu schauen falls ihr den noch nicht kennt. Klickt einfach mal oben auf den Link.

 

Aber ich mag euch noch ein paar richtig nette Dinge beim VMan zeigen.

Wählt bitte einmal „sprawl“ aus.

 

Hier nutzen wir die gesammelten Daten und vergleichen Auslastung mit zugewiesenen Ressourcen.

Bei mir liegt gerade eine frische VM herum – der Plan ist, meine Orion DB bald von 2014 auf 2016 zu migrieren – die hat natürlich Memory zugewiesen der gerade nicht in Benutzung ist:

 

Auf der gleichen Seite werden weitere VMs angezeigt die nichts tun außer zu existieren.
Was macht man mit solchen?

 

Ich nenne das Holzhammeradministration.

 

Ein weiteres Feature ist das Planen von zukünftigen Änderungen in der Virtualisierung. Klickt auf Capacity Planning.

Ich kann hier verschiedene Spiele betreiben:

 

Hier werden ebenfalls die gesammelten Daten genutzt um diese exakt berechnen zu können, wie viele VMs ich noch platzieren kann und welche Resources als erstes knapp wird.
Da unter Umständen mehrere Wochen von Daten benötigt werden hier ein Auszug aus einem fertigen Bericht:

 

 

Das dritte besondere Feature sind die Empfehlungen/Recommendations.

Zuerst etwas Offensichtliches:

 

Schauen wir uns die einmal genauer an:

 

Vertrauen wir dem System? Eigentlich schon, aber lasst uns das einmal überprüfen.
Ein Mausklick gibt etwas mehr Details:

 

Ich schaue mir die Orion VM genauer an. Ich habe verschiedene Möglichkeiten.

 

Oder:

 

Oben auf Edit kann ich natürlich den Zeitraum anpassen

 

Dazu sind diese Elemente/Widgets zwar nicht gedacht, aber um einmal kurz etwas anzuschauen:

 

Weil ich grad dabei bin öffne ich noch den „Average CPU Utilization – This week“ Report der mitgeliefert wird:

 

Nach all diesen Informationen beschliesse ich den VMan Empfehlungen zu vertrauen und nie wieder in Frage zu stellen!

 

Ich könnte jetzt also diese Aktionen durchführen lassen:

 

 

Das mache ich nun aber nicht…weil…

 

 

Auf einem anderen System habe ich eine weniger offensichtliche Empfehlung gefunden:

 

Das ist etwas das uns eigentlich gerade nicht stört. Es läuft ja alles wunderbar.
Aber was ist wenn ein Ernstfall eintritt? Dann mag mir das durchaus Kopfschmerzen bereiten.
Daher hier der Vorschlag:


Zusammen gefasst bietet VMan eine schönes Paket zum Überwachen der virtuellen Infrastruktur und geht über normales Monitoring hinaus mit Features wie Capacity Planning.

Die Lizensierung ist einfach anhand aller physischen CPUs in den Hosts.
Das heisst, dass ich auf Performancedaten sämtlicher VMs bekomme ohne diese lizensieren zu müssen.

Wenn ihr auf eine VM klickt wird unter Umständen jedoch so etwas erscheinen:

 

Das besagt einfach, dass VMan die VM im Griff hat, aber ich jetzt gerade noch keine Anwendungen darauf überwachen könnte. Dazu muss ich die VM aktiv überwachen und mir stehen die Daten in SAM und weiteren Modulen zur Verfügung.

Das wiederum wird allerdings Lizenzen bei den jeweiligen Produkten konsumieren.
Für weitere Informationen zu diesem Thema verweise ich auf meinen Lizensierung-Blogpost. Schon alleine wegen der Katzen!

 

Da fällt mir ein…ich war neulich in Edinburgh und dort gibt es tatsächlich ein „Katzen-Cafe“.
Man kann dorthin gehen, Kaffee trinken, Kuchen essen…und überall sind Katzen!! Fantastisch!

 

 

Bis demnächst!